Die Liste vermeintlich hilfreicher Hausmittel ist lang: mehr trinken, sich hinlegen, das Zimmer abdunkeln, ausschlafen, ein warmes Entspannungsbad nehmen oder eine Kopfschmerztablette einnehmen. Doch wie wirksam sind diese Maßnahmen wirklich? Wie greifen sie in das Geschehen ein – und ab wann sollten Menschen mit Migräne unbedingt eine Neurologin oder einen Neurologen aufsuchen? Obwohl Migräne weltweit zu den häufigsten Erkrankungen zählt, sind die genauen Ursachen bis heute nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass das empfindliche Zusammenspiel von Gefäß- und Nervensystem gestört ist. Dies führt zu einer Überaktivität der Blutgefäße, die letztlich den Migräneanfall auslöst. Die Auswirkungen können von leichten Konzentrationsstörungen bis hin zu sehr starken Kopfschmerzen reichen.

Die meisten Hausmittel gegen Migräne haben tatsächlich eine Wirkung –
zumindest, wenn es um die kurzfristige Linderung der Beschwerden geht:

Mehr trinken:

Wer zu wenig trinkt, riskiert eine Dehydration – der Körper reagiert darauf häufig mit Kopfschmerzen, weil das Gehirn „unterversorgt“ ist. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr entlastet den Organismus und kann Kopfschmerzen vorbeugen. Auch wenn sich eine Migräne ankündigt, können ein bis zwei große Gläser Wasser den Anfall manchmal noch abmildern.

Entspannung:

Bei vielen Migränepatient:innen ist die Lichtempfindlichkeit stark erhöht. Normales Tageslicht kann schmerzhaft sein, es entsteht ein Druckgefühl auf den Augen, und die Schläfen pochen. Reize zu reduzieren, ist daher sehr hilfreich: In einem abgedunkelten Raum auf dem Rücken zu liegen, die Augen zu schließen und zur Ruhe zu kommen, kann entlasten. Wichtig ist zusätzlich, genug zu trinken und den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.

Ausreichend Schlaf:

Stress und Schlafmangel zählen zu den häufigsten Auslösern verschiedener neurologischer Beschwerden. Abgesehen von einem kleinen Teil der Menschen, die mit weniger Schlaf auskommen, brauchen die meisten etwa acht bis zehn Stunden Nachtschlaf, um sich ausreichend zu erholen. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schlecht durchschläft oder sich morgens nicht erholt fühlt, hat ein erhöhtes Risiko für Kopfschmerzen, Migräne und andere Erkrankungen.

Immer Kombination mit nicht medikamentösen Maßnahmen:

  • regelmäßiger aerober Ausdauersport
  • verhaltenstherapeutische Maßnahmen
  • psychologische Schmerztherapie
  • ggf. kognitive Verhaltenstherapie

Kopfschmerztablette:

Stress und Schlafmangel zählen zu den häufigsten Auslösern verschiedener neurologischer Beschwerden. Abgesehen von einem kleinen Teil der Menschen, die mit weniger Schlaf auskommen, brauchen die meisten etwa acht bis zehn Stunden Nachtschlaf, um sich ausreichend zu erholen. Wer dauerhaft zu wenig schläft, schlecht durchschläft oder sich morgens nicht erholt fühlt, hat ein erhöhtes Risiko für Kopfschmerzen, Migräne und andere Erkrankungen.

Fazit

Gerade in Kombination können solche Hausmittel die Beschwerden einer Migräneattacke sinnvoll lindern. Sie ersetzen jedoch keine langfristige Therapie – etwa in Form einer Lebensstiländerung, einer angepassten Ernährung und einer gezielten neurologischen Behandlung.

Zur vollständigen Wahrheit über Migräne gehört leider auch, dass sie mitunter Begleitsymptom einer ernsten neurologischen Erkrankung sein kann. Nervenschädigungen, Hirntumoren, aber auch verschiedene psychiatrische Erkrankungen können mit (chronischen) Migränekopfschmerzen einhergehen. Wird Migräne zu einem dauerhaften Zustand, ist eine Vorstellung im Neurozentrum Erding dringend anzuraten. Nur durch eine gezielte ärztliche Diagnostik lassen sich schwerwiegende Ursachen sicher ausschließen und eine geeignete Therapie einleiten.

Das könnte Sie auch interessieren


Welche Dinge können wir alle in unserem Alltag einbauen, die für unser Gehirn gut und wichtig sind?

22.12.2025

Künstliche Intelligenz in der Neurologie: Status quo und greifbare Perspektiven

22.12.2025